Gefühlter Körper
[ Anatomy that feels ]
Den Körper nicht nur als eine Sammlung von Gewebe zu verstehen, sonder als einen lebendigen Territorium, der fühlt. Der Körper ist die Landkarte, die uns durch körperliche Wahrnehmungen und Empfindungen hindurchführt, um die Erlebnisse, die wir erfahren, verstehen und einordnen zu können.
Hinter einem starren, angespannten oder schmerzhaften Körper verbirgt sich kein Problem, sondern eine Geschichte, eine Erinnerung, ein Gewebe, dessen Spuren in einem Aungenblick tief im Inneren eingebrannt wurden. Ein Ort innerhalb der Körperlandschaft, der die Bewegung vollenden will, deren Vollendung ihm damals nicht möglich war.
Ein gefühltes Körper zu bewohnen, verändert die Art und Weise wie wir die Welt erfahren.
Der gefühlte Körper bringt mich näher zu mir selbst.
Unwillkürliche
Bewegung
[ Biodynamische Tanztherapie ]
Der Körper kennt den Weg.
Räume schaffen, in denen sich der Körper in völliger Freiheit entfalten kann. In denen der Körper wieder begreifen kann, dass er selbst die Heimat ist.
Die unwillkürliche Bewegung entspricht genau dem Grundbedürfnis des Körpers. Sie drückt das aus, was gerade körperlich wahr ist.
Atem
[ Breathing movement ]
Atme, als wärst es die Pinsel, die deinen Tanz zeichnet.
Der Atem begleitet uns vom ersten bis zum letzten Atemzug.
Ein voller Atemzug kann die Grenzen meines Ausdrucks erweitern.
Der Atem begleitet mich bei meiner Entfaltung.
Atmen ist Tanzen.
Atmen ist der revolutionärste Akt, den es gibt. Es gibt keine vollkommeneren und lebensvolleren Bewegung als das Atem hier und jetzt.
Stimme
[ Vibrierende Knochen ]
"Becken, wilde Höhle, die in meinem Innersten wohnt.
Deine Erinnerung wird nie wieder in den Träumen des Unsichtbares bewahrt bleiben, gemalt an die feuchten Wände der unerreichbarsten Höhlen.
Meine Stimme wird deine Botschaft erheben, aus meiner Kehle werden reißende Flüsse fließen, die sich zwischen hohen und tiefen Tönen bewegen.
Niemals hatte eine Stimme eine Form, sondern nur die reine Gewissheit des Körpers, der sie trägt. Es gibt keine Noten, die so viel Schönheit im Heulen deines Wesens beschreiben können.
Wir werden jede Form verlieren, bis der Klang so herrlich ist, dass er alles in Farben taucht. Die Stimme wird in jedem einzelnen Knochen präsent sein. Die Hüften werden wie Flügel sein, Ruder eines Schiffes, das scheinbar treibt, doch noch nie zuvor so zielstrebig war.
Stimme und Körper werden eins sein. Die glühende, sich schlängelnde Wirbelsäule wird dem Fluss dieser schlaflosen Brülllaute folgen"
Tanzpraxis und Tanzritualen
Macht euch keine Gedanken über die Formen, tanzt und vergesst, dass es Blicke gibt.
Leert euren Geist, während wir darin versinken, Tanz zu sein.
Und wenn du es nicht mehr weißt, dann tanz, tanz, tanz.
Entkolonisierung
[ gefühlte Körperkartografie ]
Was passiert, wenn die Kolonialisierung Teil der körperlichen Struktur ist?
Was ist dann mit meiner Bewegung? Ist Bewegung nach wie vor etwas Unwillkürliches oder ist sie von Ängsten und Konditionierung geprägt?
Inwiefern kann ein Ort meine Ausdrucksfähigkeit beeinflussen?
Manchmal gibt uns der Tanz nicht nur Antworten, sondern schenkt uns auch die Möglichkeit, uns gute Fragen zu stellen und auf wunderschöne weise kritisch und neugierig zu bleiben.
[ ancestral evolution movements ]
[dansa viva Grundlagen]
Flexibilität und Resilienz
Ein flexibler Körper fördert einen neugierigen Geist. Neugier und Flexibilität sorgen für Resilienz.
Wir tanzen, um den Körper neue Erfahrungen zu ermöglichen, die neue Erkenntniswege eröffnen und zugleich seine Resilienz zu stärken, sodass er weiterhin seine Grenzen erweitern kann, ohne sich dabei selbst zu verlieren.
Wir erkunden das Spektrum von Ruhestand bis hin zur Verletzlichkeit und Instabilität, ohne dabei starr und unbeweglich zu bleiben.
Wir streben nicht nach einen dauerhaft ruhigen Körper, sondern nach einem flexibleren und resilienten Körper.
Wir vertiefen den Blicks des BeobachterIn auf uns selbst, der neugierig und wertfrei bleibt.
Der Raum bietet uns eine sinnliche Wahrnehmung der Erfahrung, der körperlichen und emotionalen Empfindung und des Bewusstseins, das wir dadurch entwickeln.
Körperbewusstsein für mehr Lebendigkeit
Körperbewusstsein hilft uns, näher an dem zu sein, was im Hier und Jetzt geschieht. Der Körper ist ein lebendiges System in ständiger Bewegung und Veränderung. Auch wenn sich unser Wesen durch die Erfahrungen formt, die wir im Laufe der Jahre sammeln, erinnert uns der Körper stets an unsere angeborene Fähigkeit, loszulassen, zu sterben und uns neu aufzubauen.
Der Tanz weckt in uns die Erinnerung daran, dass der gegenwärtige Moment das Einzige ist, in der wir wirklich spüren, fühlen und leben können, und dass jeder Augenblick in dem der Körper Lebendigkeit spürt, ein weiterer Schritt in Richtung unseres eigenen Wohlbefindens ist.
Wir fördern das Körperbewusstsein nicht nur, um den Ausdruck für den Schweren einen Raum zu geben, sondern auch, um uns daran zu erinnern, dass
Lebendigkeit unser Geburtsrecht ist.
Geboren, um Körper zu sein
[All das, was lebt, befindet sich in ständiger Bewegung]
Dansa Viva ist mein Weg, mein Segen und meine Schöpfung. Ein körperliches, gefühltes und energetisches Raum, um mit deinem Körper in Kontakt zu kommen.
Ich nehme Dansa Viva als ein eigenständiges Wesen wahr, das mich dazu führt, unermüdlich weiter zu forschen und zu experimentieren, meine Existenz hier im Körper.
Versteht den Tanz als einen Weg der "medizin" und Selsbterkentnis sowie als Erinnerung an die Zeit als die Menschen tanzten um alle Lebensriten zu zelebrieren.
Dansa Viva öffnet einen Raum des Experimentierens durch Tanz, Bewegung, Atmung und Stimme.
[ Der Körper braucht erfüllende und vielfältige Erfahrungen, um neue Verbindungen und Erkenntnisse im Gewebe zu schaffen.
Dansa Viva bietet uns einen Raum, in dem wir uns ohne Wertung bewegen, auf die Botschaften des Körpers hören und der spontanen Bewegung folgen können.
Wir tanzen durch verschiedene Bewegungseinladungen und körperliche und poetische Inspirationen, während wir uns innerlich spüren, als wäre das Leben eine Erfahrungsreise, auf der wir uns selbst neu entdecken dürfen.
Wir bleiben nicht erstarrt, sondern geben allem, was der Körper ausdrücken möchte, eine Bewegung statt einer rationalen Erklärung.
Es gibt nicht immer eine Erklärung, aber das Wichtigste ist, dass der Körper neue, regulierte, flexiblere und vielfältige Informationen und Erlebnisse erhält.
Es geht um Regulierung aber auch um Lebensresilienz zu entwickeln, die es uns ermöglicht, die unvermeidlichen Veränderungen des Lebens wohlwollend anzunehmen.
Wir suchen nicht nach einem dauerhaft ruhigen Körper, sondern nach einem flexiblem Körper ]
Tanzen ist nicht nur Bewegung, sondern ein Akt tiefer Verbindung zwischen Welten. Tanzen bedeutet, ein Körper zu sein, der fühlt und in ständiger Wechselbeziehung steht. So hört der Körper auf, wie ein anatomisches Gefüge zu wirken, und verwandelt sich in eine lebendige Landschaft.
Bei Dansa Viva erforschen wir den Körper und seine vielfältigen Schichten und Formen durch somatische Bewegungspraktiken, die das Bewusstsein, die Regulierung und die Wahlfreiheit unterstützen. Wir verstehen, dass der Körper den Weg kennt – vorausgesetzt, seine Grenzen werden respektiert. Die Absicht ist nicht, an einem bestimmten Ort oder in einem bestimmten Körperzustand anzukommen, sondern mehr Kapazität zu entwickeln, um zu fühlen, zu erforschen und von dort aus zu wählen.








